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Weingeschichte

Reisebüro in Georgien „Migioni“

Georgien- Heimat des Weins

Am 23. Juli 1999 wurde in London, in der Stadtmitte, eine ständig handelnde Ausstellung Weinstadt- „Wein-Police“ eröffnet. Das war in der Welt eine erste große Ausstellung, die der Weingeschichte gewidmet wurde. In den Pavillons von „Wein-Police“ ist die acht jahrhundertealte Geschichte des kulturellen Weinbaues und der Entstehung und Entwicklung der Weinbereitung dargestellt. Die Exposition beginnt mit dem Georgischen Pavillon, unter dem Namen-„Heimat des Weins“. Georgien stellte sich der Welt vor, als Heimat der Weinrebe, Stelle der Entstehung des Kulturellen Winzerei und Weinbereitung, wo der Mensch zum erstenmal die wilde Weinrebe gezüchtet und den Wein zubereitet hat. “Georgien ist das Land, aus dem sich die Weinbereitung über Westeuropa verbreitete... In diesem Land wurde der Wein mit ähnlicher Qualität unserer Zeit vor achttausend Jahren zubereitet... Die Georgier beherrschen besondere Technologien der Weinbereitung und die Technologien der Aufbewahrung des Weins.“.

J. Delmaso, Professor, Präsident der italienischen Akademie für Weinbau und Weinbereitung .

Bei den archäologischen Ausgrabungen wurde in der Region von Samzche-Jawachethi, bei Goderdsi-Gebirgspass, in der Gegend des Flusses Dsindsa, der Stamm des Ablegers entdeckt, dessen Länge über 30 cm und dessen Alter 15 Mill. Jahre ist. Im bei Stadt Achalziche liegenden Dorf-Kisathibi, im Vorkommen Diatomit, sind Abdrücke der wilden Weinreben und Blätter entdeckt. Ihr Alter zählt 10 Mill Jahre. Deswegen ist Georgien die Heimat der Weinrebe, der uralten Gattung der Flora der Erde. Georgien ist die Stelle der Entstehung der kulturellen Weinbereitung und des Weinbaues, was im bei der Stadt Bolnissi liegenden Dorf Schulaweri durch die Entdeckung der uralten Siedlungen bestätigt wird, die zum VII. Jahrtausend vor Christi Geburt gehört. Hier auf diesem zwei Denkmalen- in der unteren Schicht des „Schulaweri-Hügels“ und des „zerstörten Hügels“ wurden die Weinkerne der Weintrauben der kulturellen Weinrebe entdeckt, die vor unserer Zeitrechnung zu den VII-VI. Jahrtausenden gehören. Im Laboratorium des Museums für Archäologie und Anthropologie der Universität von Pennsylvanien (in den USA) bestätigte Mac Govern den Weinniederschlag auf den Bruchstücken des in Schulaweri entdeckten Geschirrs. Die Region von Nieder-Kartli ist ein uraltes Zentrum der Weinbereitung und des Weinbaues, wo seit VII-VI. Jahrtausenden die Weintarubenkerne der kulturellen Weinrebe und eine Reihe der Zeichen der Technologie der Weinbereitung vorkommen.

Georgier bildeten während der Jahrtausende die Kultur der Weinbereitung und des Weinbaues. Es wurden nicht nur die Technologien des Gewinns der Tischweine, als auch die Technologien der Zubereitung der Nachtischweine bearbeitet. Bei archäologischen Ausgrabungen, die in Schulaweri, in Mzchetha, in Thrialethi, in den Tiefländern von Alasani, in Wani, in Bagdadi, in Jinwali und in den sonstigen Stellen Georgiens liefen, wurden goldenes, silbernes, bronzenes und tönernes Geschirr zum Trinken und Geschirr zur Aufbewahrung des Weins entdeckt. Das Alter der erwähnten Gegenstände beginnt seit VII-VI. Jahrtausenden und ihre Datierung werden gemäß weiteren Jahrhunderten fortgesetzt.

Die Weinrebe hat der Mensch aus dem Wald herausgebracht, gezüchtet und daraus kulturelle Sorten gewonnen. In den Georgischen Wäldern kommen sogar zur Zeit die auf den Bäumen gewundenen wilden Weinreben vor. Die in Georgien verbreiteten wilden Weinreben sind im Unterschied zu den in den sonstigen Ländern verbreiteten Weinreben, am meisten mit den in Europa verbreiteten kulturellen Sorten, verwandt, was noch einmal bestätigt, dass Georgien die Stelle der Entstehung des kulturellen Weinbaues ist. Durch vorhandene kontrastische Natur, einerseits -die Hauptgebirgskette des Kaukasus und sonstige große und kleine Gebirgsketten und anderseits – Tiefländer, ist in Goegien bedingt, dass hier die Weinberge über dem Meeresspiegel in der Höhe von 10 m bis von 1340 m eingelegt sind.

Günstige Verhältnissen der Regionen der georgischen Weinbereitung und des Weinbaues verursachten auf dem Territorium Georgiens die Bildung der kulturellen Gattungen von über 500 Sorten. Solch große Menge der Weintraubensorten, die geographisch auf dem kleinen Territorium wachsen, bestätigen, dass in Georgien während der Jahrhunderte die Weinbereitung und der Weinbau auf dem hohen Niveau standen.

In den alten assyrischen Quellen, deren Alter zum Anfang des I. Jahrtausendes gehört, werden Georgier als heftige Leute erwähnt, die die Landwirtschaft , den Handel und das Handwerkertum auf dem hohen Niveau hatten. Nach den Worten von Sargon, des Königs von Assyrien, war das Land mit vielen Bewässerungskanälen bedeckt. Georgien war voll von Weinbergen und Gärten, wo die Ernte der Weintrauben und des Obstes sehr fruchtbar war.

Xenofontos, der alte griechische Philosoph, der sich vor unserer Zeitrechnung 401-400 in Westgeorgien befand, schrieb, dass die Einwohner der Küste des Schwarzen Meeres in Kaukasien schwere Weine zubereiteten, die nach der Hinzufügung des Wassers eher gern zu trinken sind.

In „Argonautika“ von Appolonios von Rhodos, die vor unserer Zeitrechnung im III. Jahrhundert geschrieben ist und die der Reise von „Argonauten“ aus Griechenland nach Kolchis (nach Westgeorgien) in XIII-XII. Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung gewidmet ist, ist beschrieben, dass als die Griechen in der Stadt Aia (zur Zeit Kutaissi) ins Palast des Königs Äetes gekommen waren, wunderten sich über bei Palast vorhandene hohe Weinreben. Der Königspalast war von Höfen und Säulen umgeben, aber um gesamte Säulen waren die Weinreben gewunden, die Weintrauben trugen.

Strabon, der alte Reiser und Geograph (vor unserer Zeitrechnung 64- nach unserer Zeitrechnung 24), der in Georgien gereist hat, schrieb in seinem Buch „Geographie“: „In Georgien vergrabt man nicht im Winter wegen des warmen Klimas die Weinreben in die Erde. Junger Weinberg trägt die Früchte zweites Jahr. Die volljährige Weinrebe im Weinberg trägt so viele Früchte, dass Leuten gelingt es nicht, die Ernte voll einzubringen und der Teil der Weintrauben bleibt auf den Weinreben. In den georgischen Wäldern gedeihen auch wilde Weinereben gut“.

Während des Verwaltungszeit von Justiniane, des byzantinischen Imperators, schrieb als Historiker tätiger Prokophi von Caesarea im VI. Jahrhundert: „ Meschethien (Region des südlichen Georgien) ist eine reiche und fruchtbare Region. Meschetier sind arbeitsfreudige Leute. Sie haben viele Weinberge. Aus Meschethien führt man Wein in andere Länder aus.“:

Georgien hatte in den IX-X. Jahrhunderten großen politischen und wirtschaftlichen Aufstieg. Die Landwirtschaft und ihre Zweige entwickelten sich gut: die Zucht von Weizenkulturen, Obstbau, Gemüsebau, Bienenzucht, Seidenbau.

Weinbereitung und Weinbau spielten große Rolle in der Wirtschaft des Landes. Das Land erreichte besondere Entwicklung und hohes Niveau im XII. Jahrhundert bei Königtum von Tamar, von Frau König. Zu jener Zeit führte man aus den georgischen Häfen des Schwarzen Meeres Weine zum Export in die vielen Länder der Welt aus. Bemerkenswert, dass die Türen des Klosters-Schiomgwimi (VI. Jahrhundert) und die Tür des Klosters-Gelathi (XI Jahrhundert) aus Weinrebe hergestellt sind, was bestätigt, dass in Georgien die Weinrebe riesige Höhe und Dicke erreichte. Dies bestätigt, dass der Zweig des Weinbaues in Georgien auf dem großen Niveau entwickelt war. In der Region von Kachethien wurde bei archäeologischen Ausgrabungen das bronzene Messer zum Schneiden der Weinrebe entdeckt, dessen Alter zum II. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung gehört. Im Dorf Wani wurde 1948 Weinkeller, des III. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung entdeckt. Im Dorf Tschobischewi wurde 1957 Weinkeller des XII. Jahrhunderts gefunden, in dem 11 Krüge (tönernes Geschirr, das im Boden liegt/vergraben ist) angeordnet waren. Darunter 5 Stücke -voll von Wein. Bemerkenswert, dass im ersten Krug der Wein kornelkirschenfarben war, im zweiten -strohgelb, im dritten- Hönigfarben, im vierten- Zitronenfarben, aber im fünften- farblos. In der im Felsen geprägten Stadt Wardsia, im Tunel, der in den I-X. Jahrhunderten funktionierte, wurden die Krüge bis 100 Stück entdeckt, unter denen der Eine doppelwandig ist, der als Thermosflasche begraucht wurde und darin halbsüße und schäumende Weine hergestellt wurden.

Ob wie viele Menge des Weins in Georgien gab, bestätigen riesige Krüge, die in den verschiedenen Regionen Georgiens gefunden sind. In Ratscha entdeckte an der alten Mauer der Kirche- Barakoni Michheil Balas (der russische Winzer 1851-1918) während der Expedition den Krug, der 7500 Liter Wein fassen kann, die Krüge -6,5m und 4,5 m lang.

Ob Georgier Weintrauben und Weine achteten, darauf weist hin, dass unter 12 Monaten der Eine, nämlich Oktober, auf Georgisch als „Monat des Weins“ lautet. Jan Scharden, der französische Reisenden (1643-1713), der durch Georgien in den Jahren 1672-1673 gereist war, schrieb: „Man trinkt in der Welt nirgends so viele und gute Weine, wie in Georgien“:

Die Vorfahren von Georgiern wussten und schätzten die Ernährungs- und Geschmakswerte des Weins gut. Sie essen zu Mittag ohne Wein nicht und begaben sich ohne Wein nicht auf die Reise. Ausserdem gebrauchten sie Wein als Heilmittel. Mit Wein heilten sie die Magendarmkrankheiten, Rheumatismus, Malarie und Sonstiges. Dass unsere Vorfahren sich nicht irrten, bestätigt dies moderne ärztliche Forschungen: mäßiges Trinken des Weins bei Essen setzt die Verdauung, Herztätigkleit und Stoffwechsel in Ordnung. Flans, der französische Wissenschaftler, anerkannte infolge der Forschungen den auf der Maische hergestellten Wein (Sorte aus Kachethien) als antisklerotisches Produkt.

In Georgien gibt es ausser der Methoden der Weinbereitung, die in der Welt anerkannt sind, originale Methoden der Weinbereitung, die sich von der Weinbereitung der anderen Länder unterscheidet. Das ist die Methode der Weinbereitung aus den Weintraubensorten von Kachethien. (Kachethien ist eine Region in Ostgeorgien). Der Wein bereitet man hier in den Krügen, auf der Basis der Maische.

„Weine aus der Weintraubensorten von Kacheti sind zum Trinken leicht. Beim Trinken dieser Weine kommen Leute in frische fröhliche Stimmung. Der Wein schütz den Organismus vor Müdigkeit. Die Weine aus Kachethi unterscheidet sich von anderen Weinen durch ausgewählte adlige wunderbare Feinheit“. Michael Chowrenko, Russischer Wissenschaftler, Winzer, Chemiker (1866-1940).

Im Jahre 1830 stiftete in der Region von Kachethien, im Dorf Ruispiri, Deutscher Lentz das Weinbetrieb. Er stellte halbsüße und Champagner-Weine her. Im Jahre 1884 verbreitete Prinz Oldenburg in Kutaissi den vom Französischen Shateau eingekauften Weinbetrieb. Die Herrstellung der Champagner-Flaschen wurde von ihm jährlich von 2000 Flaschen bis 60 000 Flaschen vergrößert.

David Sarajischwili gründete in Tbiissi 1888 Kognakwerk, das auf der Basis der örtlichen Rohstoffe funktionierte. Aus seiner Initiative setzte sich im gleichen Jahr das Likörwerk in Betrieb. Die Firma von Sarajischwili umfasste 5 Rektifikations-, 1 Schnaps-, 1 Likör- und 7 Kognakwerke, auch viele Lager in Tbilissi, in Moskau, in Peterburg, in Odessa, in Krakow und in den sonstigen Städten.

Für 1900 Jahr hat Sarajischwilis Firma 218200 Flasche Kognak hergestellt. In den Jahren 1889-1913 haben der Kognak und der Likör der Sarajischwilis Firma auf den internationalen Ausstellungen 9 goldene, 5 silberne und bronzene Medaillen bekommen.

Ananow vergrößerte im Jahre 1908 in Warziche die Herstellung des Champagner-Weins. Die Leistung des Werks umfasste im Jahr 25000 Flaschen. Ausser den Champagnern wurden in Warziche Kognak und Tischweine hergestellt.

Im Jahre 1907 wurden von russischen Königsbehörden die Champagner-Weinmaterialien aus Georgien, nämlich aus Muchrani ins bei Krasnodar ligende Abrau-dursso-Werk verschickt, wo Champagner hergestellt wurde.

Die Weinbereitung und der Weinbau entwickelten sich in Georgien besonders schnell im XX. Jahrhundert. Für 1875 war in Georgien der Weinberg auf 76 000 ha eingelegt, aber in den achtzigern- auf 144000 ha. Georgische Weine zeichnen sich durch beste Qualität und besondere Geschmackwerte aus, die über 300 goldene und silberne Medaillen seit 1955 in den internationalen Ausstellungen in Empfang bekommen haben.




Abdruck des Blattes der wilden Weinrebe. Alter - 10 Mill. Jahre. Kissathibi.


Weintraubenkerne der kulturellen Weinrebe. Vor unserer Zeitrechnung VII-VI. Jahrtausende. Schulaweri.


Tönernes Geschirr. Vor unserer Zeitrechnung VII-VI. Jahrtausende. Schulaweri.


Behälter zur Aufbewahrung des Weins. Vor unserer Zeitrechnung V-IV. Jahrtausende. Berikldeebi.


Tönernes Geschirr. Vor unserer Zeitrechnung II. Jahrtausend. Zalka.


Behälter zur Aufbewahrung des Weins. Vor unserer Zeitrechnung II. Jahrtausend. Zalka.


Silberne Trinkschale für Wein. I.Hälfte des II. Jahrtausendes. Thrialeti.


Tönernes Geschirr. Vor unserer Zeitrechnung II. Jahrtausend. Urbnissi.


Tönernes Geschirr. Vor unserer Zeitrechnung X-IX. Jahrhunderte. Mzcheta.


Werkzeug zur Bestellung der Erde. Bronze. Vor unserer Zeitrechnung X-VIII. Jahrhunderte. Kultur von Kolchis.


Der Mann mit der Trinkschale für Wein. Bronze Vor unserer Zeitrechnung VI-V Jahrhunderte. Kasbegi.


Der Mann mit der Trinkschale für Wein. Bronze Vor unserer Zeitrechnung V. Jahrhundert.Wani.


Silberne Trinkschale . Vor unserer Zeitrechnung V. Jahrhundert.Wani.


Silberne Trinkschale. Vor unserer Zeitrechnung V. Jahrhundert.Wani.


Silberne Trinkschale . II. Jahrhundert. Armasischewi.


Silberne Krüge. III-IV. Jahrhunderte. Jinvali.


Bild der Weintrauben auf dem Kloster- Nikorzminda. XI. Jahrhundert.


Bild der Weintrauben auf dem Kloster- Samthawisi. X. Jahrhundert.


Weinlese. Maler Pirosmani.XIX. Jahrhundert.


Geschirr zum Umgießen des Weins.


Weingeschirr.


Weinberg


Weinlese


Weinbetrieb in Kacheti.


Georgische Weine.